{ungeskriptet} - Gespräche, die dich weiter bringen
Sep 9, 2026 · 3 hr 34 min · 19 segments
Gast: Marco Scheel Man könnte meinen, Marco Scheel mag es nicht, wenn es einfach ist. Anders lässt sich sein Werdegang - von außen betrachtet - kaum erklären. Allerdings hatte sich der…
Marco ScheelGuest
Ben BerndtHost
Also es ist so, ähm, dass, das ist ja bei der Kuh im Grunde genommen eigentlich, sag ich mal, wird ja hauptsächlich auch Kalbsfleisch sozusagen verzehrt.

Ähm, und beim Schaf ist es halt auch so, dass man, dass, sag ich mal, der normale Markt will hauptsächlich Lammfleisch haben.

Und da haben die Schäfer, die das so machen, wie ich das gerade beschrieben habe, die also Landschaftspflege betreiben, haben da ein Problem, weil diese Schäfer gar keinen Stall haben.

Es wird auch oft gewünscht von, von den NGOs oder von, von den sozusagen Behörden, die das überprüfen, wie gewirtschaftet wird.

Weil wenn ich eine Winterbeweidung habe, habe ich einen stärkeren Verbiss, zum Beispiel im Weißdorn oder im Schlehdorn.

Also, äh, Schafe werden verwendet, um die, um die, um die Landschaft offen zu halten, sagt man, ja.

Weil-- Oder ganz kurz noch mal, ganz kurz noch mal einen Schritt zurück, weil sonst versteht man das nicht.

Es gibt so einen urbanen Mythos, dass wenn man, ähm, eine bestimmte Fläche sich selbst überließe, dass dann die Artenvielfalt steigen würde.

Ähm, wenn ich jetzt eine Wiese sich selbst überlasse, entsteht eine Brombeermonokultur im Grunde genommen.

Die ist auch ein, ein Lebensraum, auch ein wertvoller Lebensraum, aber eben nicht für so viele Arten gleichzeitig.

Und Artenvielfalt, muss man auch noch mal sagen: Warum ist das überhaupt erstrebenswert? Wa-wa-warum brauchen wir das? Ähm, der Punkt ist, wir sage ich mal, ich find's ganz geil, dass wir in Sachen Klimaschutz irgendwie sagen, wir sind hier der Leuchtturm und wir gehen da voran und, äh, wir retten jetzt sozusagen die Welt, in Anführungsstrichen, aber realistisch betrachtet sind wir achtzig Millionen Menschen und mit unserem Konsum, egal wie wir ihn ausrichten, haben wir da nur einen ganz, ganz kleinen Hebel dran.

Wie aber unsere ökologischen Systeme auf den, auf äuß, auf dynamisch sich verändernde äußere Parameter reagieren werden oder schon reagieren, also sprich zum Beispiel das Klima, ja, das haben wir sehr wohl in der Hand, ähm, und zwar durch zum Beispiel Artenvielfalt.

Je höher die Artenvielfalt ist in einem ökologischen System, desto resilienter ist dieses System gegen Stress von außen.

Also es ist so, ähm, dass, das ist ja bei der Kuh im Grunde genommen eigentlich, sag ich mal, wird ja hauptsächlich auch Kalbsfleisch sozusagen verzehrt.

Ähm, und beim Schaf ist es halt auch so, dass man, dass, sag ich mal, der normale Markt will hauptsächlich Lammfleisch haben.

Und da haben die Schäfer, die das so machen, wie ich das gerade beschrieben habe, die also Landschaftspflege betreiben, haben da ein Problem, weil diese Schäfer gar keinen Stall haben.

Es wird auch oft gewünscht von, von den NGOs oder von, von den sozusagen Behörden, die das überprüfen, wie gewirtschaftet wird.

Weil wenn ich eine Winterbeweidung habe, habe ich einen stärkeren Verbiss, zum Beispiel im Weißdorn oder im Schlehdorn.

Also, äh, Schafe werden verwendet, um die, um die, um die Landschaft offen zu halten, sagt man, ja.

Weil-- Oder ganz kurz noch mal, ganz kurz noch mal einen Schritt zurück, weil sonst versteht man das nicht.

Es gibt so einen urbanen Mythos, dass wenn man, ähm, eine bestimmte Fläche sich selbst überließe, dass dann die Artenvielfalt steigen würde.

Ähm, wenn ich jetzt eine Wiese sich selbst überlasse, entsteht eine Brombeermonokultur im Grunde genommen.

Die ist auch ein, ein Lebensraum, auch ein wertvoller Lebensraum, aber eben nicht für so viele Arten gleichzeitig.

Und Artenvielfalt, muss man auch noch mal sagen: Warum ist das überhaupt erstrebenswert? Wa-wa-warum brauchen wir das? Ähm, der Punkt ist, wir sage ich mal, ich find's ganz geil, dass wir in Sachen Klimaschutz irgendwie sagen, wir sind hier der Leuchtturm und wir gehen da voran und, äh, wir retten jetzt sozusagen die Welt, in Anführungsstrichen, aber realistisch betrachtet sind wir achtzig Millionen Menschen und mit unserem Konsum, egal wie wir ihn ausrichten, haben wir da nur einen ganz, ganz kleinen Hebel dran.

Wie aber unsere ökologischen Systeme auf den, auf äuß, auf dynamisch sich verändernde äußere Parameter reagieren werden oder schon reagieren, also sprich zum Beispiel das Klima, ja, das haben wir sehr wohl in der Hand, ähm, und zwar durch zum Beispiel Artenvielfalt.

Je höher die Artenvielfalt ist in einem ökologischen System, desto resilienter ist dieses System gegen Stress von außen.
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