{ungeskriptet} - Gespräche, die dich weiter bringen
Aug 1, 2026 · 3 hr 24 min · 15 segments
Gast: Ralf Schuler Zwölf Jahre war Ralf Schuler Kanzlerkorrespondent der BILD. Er flog im Regierungsflieger mit, beobachtete Merkels Machtspiele aus nächster Nähe — und bekam in all der Zeit kein…
Ralf SchulerGuest
Ben BerndtHostAm Ende ist das jetzt, äh, also nichts, wo du dich jetzt in dem Glamour sonnen kannst, ähm, ich bin dabei gewesen.
Auch wenn's natürlich schön ist, wenn du im Fernsehen Bilder siehst aus'm, aus der großen Halle des Volkes oder den Salutschüssen und so was.
In der Regel weißt du nicht mal, in welcher Hoteletage du gewohnt hast, weil du bloß 'n paar Stunden da drin gesessen hast.
Ähm, also unter Eitelkeitsgesichtspunkten braucht man's nicht und deshalb, äh, hat's, ist es mir dann auch nicht schwergefallen, mich, äh, da von dem Job zu trennen.
[Hintergrundgerede]
Man sagt ja so schön, haben befreit von haben wollen.
Wenn man halt 'n paar Mal mit dem Kanzler mitgeflogen ist und mit der Kanzlerin, äh, dann ist das vielleicht auch nicht mehr so spektakulär.
Für mich klingt das jetzt relativ spektakulär oder nicht relativ, sondern sehr.

Ja, aber man darf sich ja nicht der Illusion hingeben, äh, dass man da mitfliegt, äh, weil die einen schätzen oder weil man irgendwie besonders ist oder irgendwie so was.

Am Ende war es die Marke Bild, auf die Merkel auch nicht verzichten konnte und wollte und deshalb musste sie mich dann notgedrungen, äh, mitnehmen.

Also, äh, meine Kommentare haben keinen Zweifel dran gelassen, dass ich ihre Politik für fundamental falsch gehalten habe.

Das-- Wir sind auch im Flieger öfter mal, äh, aneinandergeraten, obwohl sie das sehr stark unterdrückt hat.

Also ich, äh, äh, erinnere mich eigentlich durch die Bank weg, dass, äh, mein Freund Robin Alexander und ich eigentlich immer so 'n bisschen auf Distanz, äh, waren, ähm, und dass Merkel auch wusste.

Das, das Lustige ist, ich hab, war zwölf Jahre Kanzlerkorrespondent und hab kein einziges Merkel-Interview gemacht.

Dann hat, äh, entweder Nikolaus Blome, äh, das Ganze gemacht, äh, der damals, äh, dann Politikchef war.

Oder aber in, in zu den Hochzeiten der Migrationskrise 2015 hat Kai Diekmann 'n Interview mit Angela Merkel gemacht und der wusste, dass ich zu den-- Also ich war völlig isoliert in der Redaktion damals, weil ich zusammen mit dem Innenpolitiker, äh, Franz Solms-Laubach, der jetzt auch noch bei, bei Bild ist, wieder bei Bild ist.

Wir waren die Einzigen, die also wirklich fundamental gegen diese Migrationspolitik gestanden haben.

Und dann hat, äh, Kai Diekmann zum Merkel-Interview, ähm, Paul Ronzheimer mitgenommen und, äh, eben nicht den Kanzlerreporter.

Wenn du ständig mit ihr unterwegs bist, äh, hast du ja keinen Mangel an, an Merkel-Kontakten.

Ähm, aber so hat sich das ergeben, dass ich bei diesen Einzelinterviews eigentlich nie dabei war und zum Schluss kühlte dann aber das, äh, auch die Stimmung von Merkel gegenüber Springer so ab, dass, ähm, es dann, glaub ich, die letzten zwei, drei Jahre gar keine Interviews für Bild mehr gab von, mit ihr.
Das heißt, Merkel war der, der Bild schon nicht unbedingt zugeneigt.
Ähm, und dann kommt auch noch der Schuller von der Bild.
Und der Schuller von der Bild war quasi noch mal schlimmer als alle anderen von der Bild.
Am Ende ist das jetzt, äh, also nichts, wo du dich jetzt in dem Glamour sonnen kannst, ähm, ich bin dabei gewesen.
Auch wenn's natürlich schön ist, wenn du im Fernsehen Bilder siehst aus'm, aus der großen Halle des Volkes oder den Salutschüssen und so was.
In der Regel weißt du nicht mal, in welcher Hoteletage du gewohnt hast, weil du bloß 'n paar Stunden da drin gesessen hast.
Ähm, also unter Eitelkeitsgesichtspunkten braucht man's nicht und deshalb, äh, hat's, ist es mir dann auch nicht schwergefallen, mich, äh, da von dem Job zu trennen.
[Hintergrundgerede]
Man sagt ja so schön, haben befreit von haben wollen.
Wenn man halt 'n paar Mal mit dem Kanzler mitgeflogen ist und mit der Kanzlerin, äh, dann ist das vielleicht auch nicht mehr so spektakulär.
Für mich klingt das jetzt relativ spektakulär oder nicht relativ, sondern sehr.

Ja, aber man darf sich ja nicht der Illusion hingeben, äh, dass man da mitfliegt, äh, weil die einen schätzen oder weil man irgendwie besonders ist oder irgendwie so was.

Am Ende war es die Marke Bild, auf die Merkel auch nicht verzichten konnte und wollte und deshalb musste sie mich dann notgedrungen, äh, mitnehmen.

Also, äh, meine Kommentare haben keinen Zweifel dran gelassen, dass ich ihre Politik für fundamental falsch gehalten habe.

Das-- Wir sind auch im Flieger öfter mal, äh, aneinandergeraten, obwohl sie das sehr stark unterdrückt hat.

Also ich, äh, äh, erinnere mich eigentlich durch die Bank weg, dass, äh, mein Freund Robin Alexander und ich eigentlich immer so 'n bisschen auf Distanz, äh, waren, ähm, und dass Merkel auch wusste.

Das, das Lustige ist, ich hab, war zwölf Jahre Kanzlerkorrespondent und hab kein einziges Merkel-Interview gemacht.

Dann hat, äh, entweder Nikolaus Blome, äh, das Ganze gemacht, äh, der damals, äh, dann Politikchef war.

Oder aber in, in zu den Hochzeiten der Migrationskrise 2015 hat Kai Diekmann 'n Interview mit Angela Merkel gemacht und der wusste, dass ich zu den-- Also ich war völlig isoliert in der Redaktion damals, weil ich zusammen mit dem Innenpolitiker, äh, Franz Solms-Laubach, der jetzt auch noch bei, bei Bild ist, wieder bei Bild ist.

Wir waren die Einzigen, die also wirklich fundamental gegen diese Migrationspolitik gestanden haben.

Und dann hat, äh, Kai Diekmann zum Merkel-Interview, ähm, Paul Ronzheimer mitgenommen und, äh, eben nicht den Kanzlerreporter.

Wenn du ständig mit ihr unterwegs bist, äh, hast du ja keinen Mangel an, an Merkel-Kontakten.

Ähm, aber so hat sich das ergeben, dass ich bei diesen Einzelinterviews eigentlich nie dabei war und zum Schluss kühlte dann aber das, äh, auch die Stimmung von Merkel gegenüber Springer so ab, dass, ähm, es dann, glaub ich, die letzten zwei, drei Jahre gar keine Interviews für Bild mehr gab von, mit ihr.
Das heißt, Merkel war der, der Bild schon nicht unbedingt zugeneigt.
Ähm, und dann kommt auch noch der Schuller von der Bild.
Und der Schuller von der Bild war quasi noch mal schlimmer als alle anderen von der Bild.
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