Richard David PrechtGuest
Paul RonzheimerHost
Also was war der Hauptfaktor? War es wirklich Migration? War es auch die Art des Politikmachens möglicherweise der etablierten Parteien? Was war es?

Ich glaube, dass unsere liberalen Demokratien mit dem Rücken an der Wand stehen.

Wir haben nach dem Mauerfall gedacht, die liberale Demokratie ist mit Abstand das ökonomisch und gesellschaftlich erfolgreichste Modell, was Menschen sich politisch je ausgedacht haben.

Und Francis Fukuyama ist damals durch die Welt spaziert und hat überall gesagt, das Ende der Geschichte ist nur noch eine Frage der Zeit, dann wird die ganze Welt liberal-demokratisch.

Und dann haben wir so nach China geguckt und haben gesehen, oh, die haben jetzt zunehmend wirtschaftlichen Erfolg.

Wunderbar, dann bilden sich da Mittelschichten und wenn sich da Mittelschichten bilden, dann wollen die Freiheitsrechte.

Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, dann wird auch China eines Tages eine liberale Demokratie sein.

So, jetzt gehen wir ins Jahr 2026 und ich würde in den Satz sagen, die Wahrscheinlichkeit, dass China in 20 Jahren eine liberale Demokratie ist, ist geringer, als dass wir keine mehr sind.

Weil ich glaube, dass die liberalen Demokratien aus einer ganzen Reihe von Gründen ihr Selbstwertgefühl, ihr Selbstverständnis und ihre Veränderungsbereitschaft verloren haben.

Durch was? Philipp Mano, der Soziologe, hat den interessanten Satz geprägt, dass es vor zehn Jahren in Deutschland keine Feinde der liberalen Demokratie gab.

So, der Satz irritiert erstmal, weil es gab auch vor zehn Jahren Kommunisten und es gab auch Nazis und arabische Fundamentalisten und so weiter.

Also was war der Hauptfaktor? War es wirklich Migration? War es auch die Art des Politikmachens möglicherweise der etablierten Parteien? Was war es?

Ich glaube, dass unsere liberalen Demokratien mit dem Rücken an der Wand stehen.

Wir haben nach dem Mauerfall gedacht, die liberale Demokratie ist mit Abstand das ökonomisch und gesellschaftlich erfolgreichste Modell, was Menschen sich politisch je ausgedacht haben.

Und Francis Fukuyama ist damals durch die Welt spaziert und hat überall gesagt, das Ende der Geschichte ist nur noch eine Frage der Zeit, dann wird die ganze Welt liberal-demokratisch.

Und dann haben wir so nach China geguckt und haben gesehen, oh, die haben jetzt zunehmend wirtschaftlichen Erfolg.

Wunderbar, dann bilden sich da Mittelschichten und wenn sich da Mittelschichten bilden, dann wollen die Freiheitsrechte.

Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, dann wird auch China eines Tages eine liberale Demokratie sein.

So, jetzt gehen wir ins Jahr 2026 und ich würde in den Satz sagen, die Wahrscheinlichkeit, dass China in 20 Jahren eine liberale Demokratie ist, ist geringer, als dass wir keine mehr sind.

Weil ich glaube, dass die liberalen Demokratien aus einer ganzen Reihe von Gründen ihr Selbstwertgefühl, ihr Selbstverständnis und ihre Veränderungsbereitschaft verloren haben.

Durch was? Philipp Mano, der Soziologe, hat den interessanten Satz geprägt, dass es vor zehn Jahren in Deutschland keine Feinde der liberalen Demokratie gab.

So, der Satz irritiert erstmal, weil es gab auch vor zehn Jahren Kommunisten und es gab auch Nazis und arabische Fundamentalisten und so weiter.
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