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Lena Kampf

Lena Kampf

Journalist

Oct 14, 2026

22:12
Meine Kollegin Lena Kampf hat viel zum Bereich politisch motivierte Kriminalität recherchiert und als sie angefangen hat, als Journalistin zu arbeiten, hat sie sich intensiv mit der Aufklärung des NSU-Komplexes beschäftigt und damit, wie die Reformen nach NSU die Polizeiarbeit verändert haben.
22:31
Und bin da halt also immer wieder auf so ganz krasse blinde Flecken in der Polizeiarbeit gestoßen.
22:36
Also das wurde ja in der Rückschau ganz deutlich, dass die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds überhaupt nicht als rassistisch anerkannt wurde, gesehen wurde, als, ähm, als sie lief.
22:47
Und wenn man sich dann eben entsprechende Straftaten aus den 80ern, 90ern bis in die 2000er anschaut, dann ist das fast so wie ein Muster.
22:55
Also darauf haben dann Opferorganisationen, betroffenen Organisationen eben schon lange hingewiesen, dass die Ermittlungsbehörden damals, also man kann es fast aus heutiger Perspektive so sagen, auf dem rechten Auge blind waren.
25:42
Es gibt also so was wie eine Anerkennungslücke und das ist für Betroffene und Angehörige ziemlich schmerzlich.
25:50
Diese offizielle Statistik bedeutet eben, dass ich 'ne, wie so 'ne staatliche Anerkennung bekomme.
25:55
Die Betroffenen oder in dem Fall auch Angehörige fühlen sich dadurch gesehen in ihrem Leid und auch in der politischen Dimension anerkannt, dass eben ihr Angehöriger, der zum Beispiel Opfer eines Angriffs geworden ist, ähm, nicht zufällig Opfer geworden ist.
0:34
Ich habe Lena Kamp vor der Sendung gefragt, was sie gedacht hat, als sie den ihr zugeschriebenen Artikel im Netz gesehen hat.
0:40
Also ich musste ehrlich gesagt ein bisschen lachen, weil das natürlich so schlecht gemacht ist inhaltlich.
0:45
Ich hoffe, dass keiner, der unsere Arbeit kennt, irgendwie gedacht hat, dass das von uns stammen kann, also aus unserem Team oder von der SZ.
0:52
Also da waren sprachliche Sachen drin, die wir so nie schreiben würden.
0:56
Also für einen geschulten Leser wahrscheinlich sehr, sehr schnell zu erkennen.
1:00
Aber natürlich die ganze Anmutung der Seite, das ganze Layout, die Art und Weise, wie das dargestellt wurde, natürlich schon sehr stark an die SZ-Homepage erinnert hat.
1:10
Und besonders irritierend fand ich dann eben, dass ich angeblich Autorin sein soll und dass mein echtes Autorinnenprofil bei der SZ dann auch verlinkt war.
4:13
Was können wir Nutzer tun, um sicherzugehen, dass wir auf der richtigen Seite sind? Gibt es Merkmale, an denen man diese sogenannten Doppelgänger-Seiten erkennen kann?

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